Hinter amerikanischen Gardinen

Es ist nicht schwer hinter dem alten Justus Moenck, den A.E. Johann diesen Roman in Ich-Form erzählen läßt, den Autor selbst wiederzufinden.

Der schreibt zu diesem Buch:

"Seit 1927 bin ich in Nordamerika unterwegs, für kürzere oder für längere Zeit, auch für ganze Jahre und zu allen Jahreszeiten. Stets von neuem wurde ich geradezu magisch angezogen von der unvergleichlichen Schönheit, Vielfalt und Großartigkeit seiner Landschaft - und von den verwirrenden Widersprüchen, Ungereimtheiten in der amerikanischen Vergangenheit und Gegenwart."

A.E. Johann beschreibt die Wirklichkeit der Vereinigten Staaten in diesem Roman, und er tut es, indem er die Begegnung mit den Menschen wie unabsichtlich in den Verlauf in jener fiktiven Reise einfließen läßt, die Justus Moenck, Hauptfigur und alter Ego des Autors, zusammen mit einem jungen Amerikaner unternimmt. Sie sind unterwegs die junge Aileen Spellton zu suchen, die von zu Hause ausgerissen ist, weil sie es hinter den "Gardinen" der scheinbaren Ordnung in ihrem Elternhaus nicht mehr ausgehalten hat.

Die beiden ungleichen Reisenden finden vor allem eins:

Amerika, das große Land mit seinem Reichtum, seinen Hoffnungen und seinen Irrtümern.

Anmerkung:

Ich habe A.E. Johann einmal gefragt, ob diese Suche nach Aileen Spellton und das Finden sich wirklich so (fast unglaublich) abgespielt hat. Er hat mir dies bestätigt.

Rudi Zülch