Elefanten Elefanten

Aufzeichnungen eines Liebhabers für andere Liebhaber

Schon als Kind faszinierten A.E. Johann die grauen Riesen aus den Steppen Afrikas und den Dschungeln Asiens, die uns wie Boten aus grauer Vorzeit erscheinen. Später lernte er sie auf zahlreichen Reisen näher kennen:

In den Savannen Ostafrikas, an den Hängen des Kilimandscharo, im südafrikanischen Busch beobachtete er freilebende Herden und Einzelgänger. In den Wäldern von Burma, Thailand und Assam lernte er die gezähmten asiatischen Elefanten und ihre Pfleger kennen, ließ sich Geschichten über sie erzählen und wurde Augenzeuge ihrer gefährlichen Arbeit in den Teakwäldern, wo sie als unentbehrliche Helfer der Menschen die mächtigen Stämme zu den Flüssen transportierten.

Seit er vor vielen Jahrzehnten im äußersten Südosten Angolas, mehr als hundert Kilometer von jeder menschlichen Siedlung entfernt, allein und unbewaffnet den wilden Elefanten Afrikas gegenüberstand, beeindruckt ihn die vorsichtige Neugier und gutmütige Duldsamkeit der mächtigen Tiere. Und nahezu unbegreiflich erschien ihm zunächst, daß in Asien eine Gemeinschaft zwischen dem mit bloßer Gewalt nie zähmbaren Tier und dem Menschen besteht, die zu den engsten Bindungen zählt, die zwischen Lebewesen möglich sind.

Was Zoologen und Verhaltensforscher über die Lebensweise und Rangordnung, über Territorialverhalten, Rivalitätskämpfe, Liebeswerben, Jungtiere und alte Einzelgänger ermittelt haben, ist für A.E. Johann kein totes Wissen, sondern persönliches, oft atemberaubendes Erlebnis. So ist ein Buch entstanden, das den Leser in eine Welt entführt, deren Ursprünglichkeit durch Bevölkerungsexplosion und Profitgier des Menschen immer mehr bedroht wird, und in der die Tiere der Wildnis bald nur noch in Reservaten eine Überlebenschance haben werden.

So beginnt das Buch: