Schön war die Welt

Erinnerungen an große Reisen

In liebevollen, aber kritischen Erinnerungen blickt A.E. Johann auf sein Leben zurück, das zum großen Teil aus Reisen in alle Welt bestand. Er zeigt besorgt Veränderungen auf und stellt Prognosen.

Aus dem Inhalt:

1. Kapitel

Wie es begann

2. Kapitel

Fairbanks ist weit weg

3. Kapitel

Die Brinkmans aus Missouri

4. Kapitel

Ossip Samoilowitsch Goldberg

5. Kapitel

Zwei weise Juden

6. Kapitel

Käthe in Tokio

7. Kapitel

Donzela in Angola

8. Kapitel

Ram Ajit Maram aus Neu Delhi

9. Kapitel

Gedanken über den Osten

10. Kapitel

Zeiten der Wut, der Wirrnis und des Widerspruchs

Nachlese

Auszug aus dem Buch von der Seite 342

In den Jahrhunderten und in den Jahrtausenden, in denen sich Erde und Menschen noch im Gleichgewicht befanden, waren es die Götter oder Gott, die dieses Gleichgewicht verbürgten. In unseren Tagen gerät dies Gleichgewicht ins Wanken: Alle Religionen laufen leer, werden zu wunderbaren alten Schlössern voller Zeremonien und Phantasmen, aber in denen kaum noch einer wohnt - oder sie werden wütendem Fanatismus als Restpositionen behauptet, die mit ihren ursprünglichen Quellen nichts mehr gemein haben.
Aber zugleich dämmert als kostbarstes Ergebnis der sich anbahnenden der großen Menschheitswende die Hoffnung herauf, daß in einer neuen, allumfassenden Religiosität bewußt bleiben oder erst bewußt werden wird, daß sich das Wesentliche nicht im Hier und Jetzt, im Heute und Morgen begreifen läßt. Das Unbegreifliche kann nur verehrt werden, wenn vielleicht auch nur stumm.
Erst damit erweist sich der Mensch als Mensch!
"Wie Gott" zu sein, das ist dem Menschen nicht aufgetragen.
Arme Erde, wenn Gott nicht unbegreiflich viel größer wäre als der Mensch!

Mit seinem ersten Buch

"Mit 20 Dollar in den Wilden Westen"

wurde A.E. Johann 1928 bekannt und berühmt.
Der Titel seines letzten veröffentlichten Buches (1992)

"Schön war die Welt"

hätte nicht passender sein können.