Menschen
an meinen Wegen
Aus einem
Leben auf Reisen


A.E. Johann, der weltreisende Romanautor, Reiseschriftsteller und Meister der anschaulichen Landschaftsbeschreibungen, erweist sich in diesem Buch als hervorragender Menschenkenner. Mit seinem Einfühlungsvermögen, seinem Respekt vor dem Menschen, gleich welcher Hautfarbe, seinem Talent zum Zuhören und Beobachten, versteht es A.E. Johann, sich Menschenschicksale zu erschließen.

Mit den Stockmen, den Cowboys Australiens, reitet er durch den Busch und lernt die Mentalität der Ureinwohner begreifen; die Elefantenboys in Thailand und Burma verraten ihm die Geheimnisse ihres Umgangs mit "Onkel Reiskuchen"; schonungslos enthüllt sich die Problematik einer deutsch-japanischen Ehe; Ärzte im Land "der zerstörten Gesichter" leben selbstlose Nächstenliebe auch heute noch vor.

Auf seinen Wegen durch China, den Vereinigten Staaten, und vielen anderen Ländern ist der Autor zahlreichen Menschen begegnet, die ihm oft schlagartig, manchmal auch erst nach intensiven Gesprächen, den Charakter eines Landes und seiner Bewohner erschlossen haben.
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Die Menschen sind es,
zu denen man Zugang finden muß,
wenn man ein Land gründlicher kennenlernen möchte und dazu
gehört,
was A.E. Johann sich im Laufe seines abenteuerlichen Lebens
erworben hat:
Geduld, Vorurteilslosigkeit und Menschenliebe.
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Dem aufmerksamen Leser
werden mehrere sehr interessante Aussagen auffallen,
die zum Titel des Buches bestens passen.
Auszug von den Seiten 95+96:
Menschliche Schicksale
So ist es mir
unterwegs häufig gegangen:
plötzlich verschlingen sich die Fäden anderer Leben in die
deines eigenen.
Knoten schürzen sich wie für die Dauer.
Aber dann werden die Fäden unmäßig gedehnt,
über Erdteile und Weltmeere hinweg.
Briefe bilden nur noch ein dünnes Surrogat
für in räumlicher Gemeinsamkeit empfundene Gefühle,
für gemeinsame Erlebnisse.
Die Fäden erschlaffen schließlich, verschleißen und reißen
ab.
Übrig bleibt für immer ein Name, das Bild einer Situation,
das auch noch in der Erinnerung eine nie ganz versiegende
Wärme erweckt:
Gemeinsamkeit, Sympathie, Freundschaft, ja Liebe
hat einmal bestanden -
niemals geht dergleichen völlig unter.
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Spanisch
Destinos
humanos
Asi me sucedió repetidas veces estando de viaje:
repentinamente los hilos de otros se enredan con los hilos de mi
mismo.
Nudos se aprietan en el transcurso.
Luego los hilos se extienden considerablemente,
mas allá de continentes y oceanos.
Cartas crean solamente una ayuda y apoyo fragil
de las emociones sentidas en lugares estrechos de aventuras
realizadas juntos.
Los hilos al final se gastan y se rompen.
Solo quedan para siempre un nombre, un retrato de la situacion
que
nunca desaparece en el calor de los recerdos.
Sentimientos, sympatia, amistad -si amor que
existió alguna vez-
nunca desaparecerá por completo.
Del libro " personas en
mi camino" pagina 95 y 96.
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Niederländisch
Menselijke lotgevallen Zo is het mij onderweg vaak
voorgevallen:
plotseling verstrengelen zich de draden van andere levens met
deze van je eigen leven.
Knopen worden
dichtgetrokken als ware het voor de eeuwigheid.
Maar dan worden de draden
onmatig gerokken,
dwars over werelddelen en
wereldzeeën heen.
Brieven vormen nog slechts
een mager surrogaat (hulpmiddel)
voor in ruimtelijke saamhorigheid ervaren gevoelens,
voor gemeenschappelijke belevenissen.
De draden verslappen
uiteindelijk,verslijten en scheuren af.
Over blijft voor altijd een
naam,het beeld van een situatie,
dat ook nog in de
herinnering een nooit volledig vervliegende warmte opwekt:
saamhorigheid,sympathie,vriendschap, ja liefde heeft eens bestaan-
nooit gaat
iets dergelijks volledig te gronde.
Uittreksel uit het boek "Mensen op mijn
pad",bladzijde 95 en 96.
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Französisch
Destins humains En
cours de route,il m'est arrivé souvent ainsi:
Tout à coup,les fils
d'autres vies s'entrelacent avec ceux de ta propre vie.
Des noeuds se nouent comme
pour l'éternité.
Mais puis les fils sont
immodérément étendus,
à travers des continents
et des océans.
Des lettres ne forment plus
qu'un mince succédané (expédient)
pour des sentiments expérimentés dans une solidarité spatiale,
pour des expériences
communes.
Finalement,les fils se
relâchent,s'usent et se déchirent.
Un nom reste pour toujours,
l'image d'une situation,
qui suscite aussi
encore dans la mémoire une chaleur qui ne s'écoule
jamais complètement:
la solidarité, la sympathie,l'amitié, même l'amour a une fois existé-
ne jamais
quelque chose pareille se perd complètement.
Résumé du livre " Des
gens sur mon chemin",page 95 et 96.
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Esperanto
Humanaj
travivajhoj
Tiel ofte okazis al mi survoje:
Subite fadenoj de aliaj vivoj interplektas sin kun
chi tiuj de via propra vivo.
Nodoj nodligas
sin kiel por la eterneco.
Sed poste la
fadenoj estas malmodere etenditaj, tra
mondpartoj kaj oceanoj.
Leteroj konsistigas nur
ankorau maldikan surogaton ( helpilon )
por en spaca solidareco spertitajn sentojn, por
komunaj spertoj.
Fine, la fadenoj
malstrechighas,eluzas kaj deshiras.
Nomo restas por chiam, la bildon de situacio,
kiu ankau ankorau en la rememorigo instigas varmon kiu
neniam plene forflugas:
solidareco,simpatio,amikeco, ech amo iam ekzistis-
neniam tiaajho pereas komplete.
resumo de la libro " Homoj
sur mia vojo ", pagho 95 kaj 96.
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Auf Seite 445 lesen wir:
Menschen nämlich sind das
eigentliche und
- glaube ich - einzige Abenteuer, das zu erleben sich lohnt.
Menschen sind
es, die den Menschen Schicksal und Verhängnis bedeuten.
Also werden es auch Menschen sein müssen,
die ihnen Rettung bringen,
indem sie endlich Menschlichkeit durchsetzen,
sicherlich erst im letzten Augenblick wenn überhaupt!


Indianersommer
Wie vor zwei Jahren, war es damals, vor zwölf Jahren also, auch um die Zeit des Herbstes. Jene unvergleichlichen Wochen, die man in Kanada und den Vereinigten Staaten unter dem schönen Namen "Indianersommer" zusammenfaßt, hatten ihr sanftes Regiment, ihre stets bei aller stiller Heiterkeit auch etwas schwermütige Herrschaft angetreten. Es hatte schon einige Male gefroren in den sternklaren Nächten. Aber noch hoben die Tage sich freundlich und warm über den Wäldern in den seidenblauen Himmel, Tage wie Wein!

Das Laub an den Bäumen hatte
sich in buntes Geschmeide verwandelt, die Birken prunkten in
hellem, die Espen in rotem Gold. Der Weiden- und Pappelbusch
schimmerte wie lauter braungelbe Blumensträuße, während die
Schwarzfichten mit dem gleichen melancholischen Ernst, mit dem
sie die hellen Tage des Sommers überstanden hatten, nun dem
kalten Schweigen des Winters entgegendämmerten. Die herrlichen
Douglasfichten, diese Könige unter den Bäumen der westlichen
Wälder, sie mischten ihr dunkel kräftiges Grün in die goldrote
Farbenpracht, als könne es auch jetzt in diesem Rausch von Gelb,
Purpur und Karmesin keine schönere Farben geben.
Auszug aus dem Buch von den Seiten
417 + 418

